Donnerstag 29. Juni 2017
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TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

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In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


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Adoption: Wohl des Kindes hat Vorrang vor Erwachsenenrechten

Kritik von KAÖ-Präsidentin Schaffelhofer an Forderung von Minister Rupprechter

 

Kritik an der von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (VP) erhobenen Forderung nach einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare übt die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer. „Die Debatte kreist wieder einmal um das falsche Thema. Bei der Adoption geht es zuallererst um das Wohl des Kindes, nicht um die Rechte von Erwachsenen“, betonte die KAÖ-Präsidentin am Dienstag. „Für Kinder ist es nachweislich wichtig, eine männliche und eine weibliche Identifikationsfigur zu haben. Mit welchem Recht enthält der Staat einem Kind von vorneherein die Beziehung zu Vater und Mutter vor?“, fragte die KAÖ-Präsidentin.

 

Es kann durchaus sein, dass in Einzelfällen ein Kind in einer gut funktionierenden gleichgeschlechtlichen Partnerschaft besser aufgehoben ist als in einer schlechten Mann-Frau-Beziehung. „Daraus lässt sich aber noch kein allgemeines Recht auf Adoption für alle möglichen Paar-Konstellationen ableiten“, so Schaffelhofer. Ein solches Recht nicht für alle Fälle zuzugestehen, sei keine Diskriminierung. „Es geht darum, dem Recht des Kindes auf Vater und Mutter Vorrang gegenüber dem Recht auf freie Gestaltung des Privatlebens Erwachsener einzuräumen.“

 

„Ich bin zudem verwundert darüber, wie leicht ein Minister, der sich auf ein christliches Menschenbild beruft, sich von einem beide Geschlechter umfassenden Eltern- und Familienbild verabschiedet“, so Schaffelhofer. Auch könne sich Rupprechter mit seinem Vorstoß nicht auf Papst Franziskus berufen. Der Papst habe zu Recht darauf hingewiesen, dass Homosexuellen mit Achtung und Respekt zu begegnen sei. Daraus sei aber kein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare abzuleiten, hob Schaffelhofer hervor.

 

Laut Experten gibt es noch keine klaren und eindeutigen Studien, die belegen, dass die Entwicklung von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Paaren keine Probleme nach sie zieht. Es gebe nach wie vor Unsicherheiten und beträchtliche Spannungen in den Ergebnissen. Es fehlten vor allem genügend Fallzahlen und Langzeitbeobachtungen an Kindern hinsichtlich ihrer langfristigen psychosexuellen Entwicklung. Geht man von einem ganzheitlichen Menschenbild aus – der Mensch als bio-psycho-soziale Einheit –, wie es sich im letzten Jahrhundert langsam und auf breiter Ebene durchgesetzt hat, kann laut dieser Einschätzung die biologisch-genetische Herkunft für die psycho-soziale Identitätsentwicklung nicht bedeutungslos sein.

 

Auf dieser Überzeugung fußt auch Artikel 7 der UN-Kinderrechtskonvention, der Kindern das Recht sichert, ihre Eltern nicht nur zu kennen, sondern möglichst auch von ihnen betreut zu werden. "Dem Kindeswohl dient die Adoption dann, wenn sie dem Kind ein stabiles Beziehungsumfeld und geeignete Rollenvorbilder verschafft“, unterstreicht die KAÖ-Präsidentin.

 

Schaffelhofer verwies zudem auf eine Äußerung des französischen Historikers und Philosophen Marcel Gauchet, wonach die Auseinandersetzung zu diesem Thema nicht in der Frage der rechtlichen Zulässigkeit gleichgeschlechtlicher Partnerschaften liege, sondern in der Frage nach dem "Status des Kindes". Es gebe ein breites gesellschaftliches Unbehagen an der Debatte, da das Kind zu einer "Sache" degradiert und instrumentalisiert werde, hatte Gauchet im Gespräch mit "Radio Vatikan" zu der entsprechenden Debatte in Frankreich im Vorjahr gesagt. (4.3.2014)

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