Montag 23. Oktober 2017
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TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Papst Franziskus ist „Salz und Pfeffer“ für die Kirche

Erklärung der Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, zum 1. Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus

 

Papst Franziskus ist ein Geschenk des Heiligen Geistes an unsere Kirche. Mit seiner Wahl am 13. März 2013 ist ein Ruck durch die Weltkirche gegangen. In meinen Augen ist Franziskus - in einem Bild ausgedrückt - für die Kirche „Salz und Pfeffer“ zugleich: Salz, das dafür sorgt, dass der schale Geschmack von gestern und vorgestern verschwindet; Pfeffer, wenn er mit unbeirrbarer Deutlichkeit das beim Namen nennt, was die Kirche heute braucht und für das sie heute stehen muss. Diese neue Würze tut der Kirche gut. Plötzlich finden auch jene wieder Geschmack an ihr, die sich längst anderen Gewürzmischungen und esoterischen Düften zugewandt haben.

 

In vielen seiner Ansprachen und Predigten hat der Papst unmissverständlich dargelegt: Er steht für eine Kirche, die ganz nahe bei den Menschen ist, vor allem bei den Armen und Gescheiterten. Er verkörpert eine Kirche, die auf die Menschen zugeht, ihnen zuhört, ihre Probleme kennt und sie ernst nimmt; eine Kirche, die nicht um sich selbst kreist. Franziskus stellt die Barmherzigkeit ins Zentrum seiner Verkündigung und steht für eine Rückbesinnung auf die Werte des Evangeliums - im Reden und im Tun. Die Freiheit des Denkens ist unter Franziskus wieder erlaubt und gewünscht. Er lädt zum Dialog ein und versteht es, ein Klima der Offenheit zu schaffen. Dies geht aber Hand in Hand mit dem Mut, das Unverzichtbare klar zu benennen.

 

Die Erneuerung der Kirche, die Franziskus wünscht und selbst vorantreibt, steht erst am Anfang. Ich bin aber bereits jetzt überzeugt: Dieser Papst wird als einer der großen Reformpäpste in die Geschichte eingehen. Dennoch oder gerade deswegen tun sich bereits jetzt manche mit ihm schwer. Den einen geht alles zu langsam, ginge es nach ihnen, würden sie – um im Bild zu bleiben –schlichtweg alles versalzen; die anderen haben sich längst an den schalen Geschmack gewöhnt, für sie ist jede Prise Salz und Pfeffer bereits zu viel, weil es den gewohnten traditionellen Geschmack des Christseins verändert. Es ist bewundernswert, mit welchem Feingefühl, aber auch mit welcher Beständigkeit und  Hartnäckigkeit der Papst allen Zurufen zum Trotz seine Dosis behutsam, aber stetig erhöht. Wir sind aufgerufen, diesen Papst Tag und Nacht mit unserem Gebet zu begleiten!

 

Mehr Mitsprache für Laien

 

Mit großer Entschiedenheit nimmt Franziskus strukturelle Neuerungen vor. Er will mehr Kollegialität und Synodalität an der Kirchenspitze und eine Dezentralisierung der Kirche. Von Beginn seines Pontifikates an hat er den Stellenwert und das Wirken der Laien in der Kirche hervorgehoben, ebenso ihre Aufgabe, Gesellschaft und Politik im Sinne des Evangeliums mitzugestalten. Dies erfordert auch entsprechende Möglichkeiten der Mitsprache und Mitverantwortung. Wie ernst es Papst Franziskus ist, die Laien stärker als bisher einzubeziehen, hat er mit der weltweit durchgeführten vatikanischen Umfrage zu Familie und Sexualmoral gezeigt.

 

Auch die vom  Koordinator des Kardinalsgremiums zur Kurienreform („C-8“), Oscar Rodriguez Maradiaga (Honduras) vorgeschlagene  strukturelle Aufwertung der Laien in der Kirche in  einer eigenen Laienkongregation ist Anlass zur Hoffnung. Sie soll die Kompetenzen der bisherigen mit Laienagenden betrauten Gremien - der Päpstlichen Räte für die Laien und für die Familien – bündeln. Als Präsidentin der Katholischen Aktion, der offiziellen und größten Laienorganisation der Kirche in Österreich, kann ich diese Pläne nur begrüßen. Sie können die Möglichkeit zur Mitsprache der Laien in der Kirchenführung tatsächlich stärken.

 

Die neue Dynamik im Vatikan lässt auch von den beiden Bischofssynoden zur Familienseelsorge 2014 und 2015 einiges erwarten, vor allem in Hinblick auf echte und tragbare Änderungen für Wiederverheiratete Geschiedene. Franziskus selbst hat dazu klare Worte gefunden: Brüder und Schwestern, die im Leben das Unglück hatten, dass ihre Liebe gescheitert ist, bräuchten danach Nähe, aber keine Schuldzuweisungen und keine moralischen Spitzfindigkeiten. Diesen und anderen Reformanliegen des Papstes will auch das von der KAÖ initiierte „Zukunftsforum der katholischen Kirche in Österreich“ Rechnung tragen, das vergangenen Herbst eröffnet wurde. Letztlich geht es darum, dem Wirken des Papstes in der Weltkirche auch ein österreichisches Gesicht zu geben. (11.3.2014)

 

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