Donnerstag 29. Juni 2017
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TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen neu regeln

Forum Beziehung, Ehe und Familie der Katholischen Aktion Österreich sieht sich durch die jüngsten innerkirchlichen Umfragen und durch die Rede von Kardinal Kasper vor der Kardinalsversammlung bestätigt

 

Das Forum Beziehung, Ehe und Familie der Katholischen Aktion Österreich erhofft von den bevorstehenden beiden vatikanischen Synoden zu Fragen der Familienpastoral eine Neuregelung des kirchlichen Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen. Seit vier Jahrzehnten arbeitet das Forum daran, die kirchliche Lehre von Ehe und Familie „sensibel weiterzuentwickeln“ – auf dem Boden des Evangeliums und mit dem Ohr an den Menschen, erklärte die Plattform nach ihrer jüngsten Vollversammlung.

 

Die Ergebnisse der Vatikanumfrage und der Umfrage "Wo drückt der Schuh?" des Zukunftsforums der katholischen Kirche in Österreich zu Fragen von Beziehung, Ehe und Familie haben erneut klar gezeigt, was die Anliegen und Probleme der Katholikinnen und Katholiken in diesem Bereich sind. Das Forum dankte den mehr als 30.000 Österreicherinnen und Österreichern, die sich an der Umfrage beteiligt hatten. Eine große Mehrheit stimmte darin der Ansicht zu, dass die Kirche ihrem Auftrag zu heilen und zu versöhnen nicht gerecht wird, wenn sie keine Wege findet, in zweiter Ehe Verheirateten wieder voll in die Gemeinschaft zu integrieren und zu Beichte und Kommunion zuzulassen.

 

Der deutsche ehemalige Kurienkardinal Walter Kasper hatte im Februar in einer Rede vor dem Konsistorium, den im Vatikan versammelten Kardinälen der Weltkirche, ebenfalls dafür plädiert, in zweiter Ehe lebenden Menschen unter bestimmten Voraussetzungen zum Empfang der Kommunion zuzulassen. Sowohl durch die Umfrage als auch durch die Rede von Kardinal Kasper sieht sich das Forum Beziehung, Ehe und Familie „bestätigt und beauftragt, in diesem Sinn weiterzuarbeiten“.

 

 „Das Plädoyer Kardinal Kaspers ist theologisch fundiert begründet und entspricht den Erfahrungen und dem Wunsch der großen Mehrheit katholischer Eheleute und Familien“, erklärte das Forum - die Plattform österreichischer diözesaner Familienstellen und gleichzeitig der Familienfachbereich der Katholischen Aktion Österreich. Die diözesanen Familienstellen werden sich in den kommenden Monaten einzeln sowie gemeinsam mit den daraus nötigen Konsequenzen eingehend befassen, auch im Blick auf Fragen der Ehevorbereitung, der Paarbegleitung und der Elternbildung.

 

Kardinal Kasper hatte in seiner Rede betont, die Kirche dürfe die Diskussion nicht auf die Frage der wiederverheirateten Geschiedenen beschränken. „Wir müssen positiv ansetzen und das Evangelium von der Familie in seiner ganzen Schönheit wiederentdecken und verkünden. Wir müssen durch Wort und Tat dazu beitragen, dass Menschen in der Familie das Glück ihres Lebens finden und damit anderen Familien Zeugnis von diesem ihrem Glück geben können“, sagte der Kardinal und ergänzte: „Familie ist Zukunft. Auch für die Kirche ist sie der Weg in die Zukunft.“

 

Gleichzeitig müsse man aber klar zwischen dem Idealbild und den oft „harten Realitäten“ in den Familien unterscheiden. Es könne keine "einfachen Lösungen" für wiederverheiratete Geschiedene geben. Das strenge Wort Jesu von der Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe müsse dennoch eingebettet werden in dessen Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes. Ein Mittelweg zwischen Rigorismus und Laxismus sei nötig, mit differenzierter Aufarbeitung der Einzelfälle: Hätten die Betroffenen die Situation der Kinder geklärt, sich mit dem ehemaligen Partner bzw. der Partnerin ausgesöhnt, ihre Schuld ehrlich bereut, die eingegangenen neuen Verbindlichkeiten in Verantwortung übernommen und würden aktiv am Leben der Kirche teilnehmen, müsse man ernsthaft fragen, ob ihnen die Kommunion noch verweigert werden könne. – Die Rede Kaspers ist unter dem Titel „Das Evangelium von der Familie“ als Buch veröffentlicht worden. (4.4.2014)

 

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