Samstag 18. November 2017
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Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Überlassen wir Europa nicht denen, die es zerstören wollen

KAÖ-Präsidentin Schaffelhofer zur Europa-Wahl: Wer Frieden, Freiheit, Gemeinwohl, Solidarität und nachhaltige Entwicklung gestärkt haben will, ist gut beraten, seine Stimme abzugeben und das Europaparlament zu stärken

 

Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) warnt angesichts der bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament davor, „Europa jenen zu überlassen, die es zerstören wollen“. Sie appelliert an die Wähler in Österreich, jenen Politikern bzw. Parteien ihre Stimme zu geben, die eine tatsächlich europäische Ausrichtung haben. „Nationale und regionale Besonderheiten und Interessen müssen in einem gemeinsamen Europa selbstverständlich ihren Platz haben. Aber wir sagen ein klares Nein zu Kräften, die Europa und die Europawahlen für nationale Egoismen und wohlfeilen Populismus missbrauchen“, erklärt KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer zu den bevorstehenden Wahlen am 25. Mai.

 

Wörtlich appelliert die KAÖ-Präsidentin: „So unzulänglich und unterentwickelt vieles im europäischen Einigungswerk nach wie vor ist: Die Mängel sind kein Argument, der Wahl zu fernzubleiben, im Gegenteil. Wer Menschenwürde, Frieden, Freiheit, Gemeinwohl, Solidarität und nachhaltige Entwicklung gesichert bzw. gestärkt haben will, ist gut beraten, seine Stimme abzugeben.“ Das Europäische Parlament ist die einzige direkte Vertretung der EU-Bürger und heute mit Kompetenzen in allen europäischen Politikfeldern ausgestattet. Zum ersten Mal wird das Parlament auch den Präsidenten oder die Präsidentin der Europäischen Kommission wählen.

 

Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe die EU an den Rand einer existentiellen Krise geführt, die sie nun Schritt für Schritt bewältigen muss, so Schaffelhofer weiter. Die Folgen der Krise sind u.a. ein soziales Auseinanderdriften der Mitgliedsländer, eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und eine alarmierend hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen, die um ihre Zukunft bangen. „Populistische und antieuropäische Parteien und Bewegungen verzeichnen Besorgnis erregenden Zulauf. Umso mehr muss die europäische Politik beweisen, dass sie tatsächlich dem Gemeinwohl verpflichtet ist und nicht Einzelinteressen nachgibt, die Schwächere benachteiligen“, hebt die KAÖ-Präsidentin hervor.

 

Die Finanzkrise habe offenkundig gemacht, wie verletzlich die Gemeinschaft ist. Die politische Krise in und um die Ukraine zeige, wie verletzlich der Friede auf dem Kontinent nach wie vor ist. Schaffelhofer: „2014 gedenken wir des Ausbruchs des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren, des Ausbruchs des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren sowie des Falls des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren. Noch vor wenigen Monaten hatten manche führende Politiker und Intellektuelle gemeint, die EU als Friedensidee sei bereits weitgehend umgesetzt. Die vergangenen Wochen haben uns leider eines anderen belehrt.“

 

„Friede, gesicherte Menschen- und Bürgerrechte, Meinungsfreiheit und gefestigte demokratische Strukturen sind alles andere als selbstverständlich. Nicht wählen zu gehen, wäre eine Geringachtung dieser Rechte“, so der Appell der KAÖ-Präsidentin.

 

Aufruf an Erstwähler: „Verschafft euch Gehör!“

Einen besonderen Aufruf richtet die Katholische Aktion an jene mehr als 400.000 Jugendliche und junge Menschen in Österreich, die das erste Mal an einer EU-Wahl teilnehmen können: „Sie erleben, dass ihre Chancen auf Arbeit, einen gerechten Anteil an den Ressourcen und eine Zukunft ohne drückende Schuldenlast tagtäglich leichtfertig verspielt werden. Gerade deshalb rufen wir sie auf, sich nicht entmutigen zu lassen und sich mit Nachdruck in der politischen Debatte Gehör zu verschaffen und zur Wahl zu gehen.“

 

Die politischen Entscheidungen des EU-Parlamentes haben – so Schaffelhofer weiter - wesentlichen und nachhaltigen Einfluss auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa und auch weltweit: „Bei einer Reihe von Themen werden wir mehr und nicht weniger Europa brauchen, in einer zusammenwachsenden Welt können wir vieles nicht allein, sondern nur gemeinsam bewältigen. Gerade im Bereich der sozialen und ökologischen Standards und bei den Menschenrechten kommt der Europäischen Union eine besondere Rolle zu.“

 

Asyl und Migration seien bleibende Herausforderungen nicht nur für die Politik, sondern für alle Menschen in der EU. Ein menschenwürdiger Umgang mit Flüchtlingen dürfe nicht von Nationalstaatsinteressen abhängig sein. Besonders schutzbedürftig seien Kinder und Jugendliche  auf der Flucht. Die Kirchen leisteten viel für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern. Europa werde aber noch mehr Solidarität und Entschlossenheit brauchen, um einerseits Flüchtlingstragödien zu verhindern und andererseits die Fluchtursachen in den Herkunftsländern mindern zu helfen, so Schaffelhofer. „Bei der bevorstehenden Wahl zum Europäischen Parlament gilt es daher jene politischen Kräfte zu stärken, die den Schutz der Würde jedes Menschen nicht nur mit ihren Lippen bekennen, sondern in Politik und Gesetzgebung praktisch umsetzen.“

 

Ein starkes Europaparlament könne auch dazu beitragen, dass die Verhandlungen über zwei umstrittene Abkommen transparent geführt werden und darüber und im Sinne der Mehrheit der Bürger entschieden wird: die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und die in der Welthandelsorganisation WTO geführten Verhandlungen über eine weitere Deregulierung und Liberalisierung von öffentlichen Dienstleistungen wie etwa Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung, Bildung und den Finanzsektor (TISA). „Nicht der Fokus auf maximale Wachstums- und Gewinnraten, sondern die umfassende Förderung von Gemeinwohl und Lebensqualität bei Minimierung des Ressourcenverbrauchs ist global zukunftsfähig“, so die KAÖ-Präsidentin dazu.

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