Dienstag 19. Juni 2018
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Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Familiensynode soll „Mut zu Barmherzigkeit“ zeigen

KAÖ-Konferenz: Ergebnisse der weltweiten Umfrage unter den Gläubigen ernstnehmen

 

Wien, 29.9.2014: Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) erwartet von der Familiensynode im Vatikan, dass die Ergebnisse der weltweiten Umfrage unter Gläubigen im Vorfeld der Synode ernstgenommen werden und insbesondere die Frage der Wiederverheirateten Geschiedenen im Sinne der vom Papst immer wieder eingeforderten Barmherzigkeit eine neue Weichenstellung erfährt.

 

Die von vielen Gläubigen gelebte Praxis und die Lehre der Kirche in dieser Frage stehen in einem krassen Widerspruch zueinander. Das stellt eine Belastung für die vielen Betroffenen dar und hat auch die Glaubwürdigkeit der Kirche massiv untergraben. Dies gilt ebenso für die kirchliche Lehre zu Fragen der Empfängnisregelung. In beiden Fällen werden Menschen Lasten auferlegt, die nicht vom Evangelium her zu begründen sind.

 

Die Befragung zur Situation der Ehen und Familien im Vorfeld der Synode ist ein ermutigendes Zeichen und eine neue Form der Beteiligung der Laien gewesen. Nun gilt es, die Erfahrungen der Menschen, ihre Anliegen, Sorgen und Nöte, ernst zu nehmen und konkrete Reformschritte zu setzen.

 

Die Umfrage, an der sich auch die Katholische Aktion beteiligte, hatte deutlich gemacht, dass auf der einen Seite Ehe und Familie, Treue und Liebe weiterhin hohe Ideale darstellen, auf der anderen Seite jedoch der kirchliche Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen bei den Betroffenen "tiefe Verwundungen" hinterlässt.

 

Die KAÖ hofft daher auf einen "neuen Mut" bei den beteiligten Synodalen und erwartet, dass Betroffenen, die sich nach einem Scheitern ihrer Ehe neu um ein Miteinander in Liebe und Treue bemühen, die Möglichkeit eines Neuanfangs eingeräumt wird. Das zu verweigern, ist unbarmherzig und steht im krassen Widerspruch zum Handeln Jesu. Und nur eine barmherzige Kirche ist auch eine glaubwürdige Kirche.

 

Die kirchliche Verurteilung der künstlichen Empfängnisverhütung wird von der "vorherrschenden Mentalität als Einmischung in das Intimleben des Paares und Einschränkung der Gewissensfreiheit empfunden", hält das Arbeitsdokument der Synode selber fest. Der Erwartung vieler Gläubiger, dass dem Gewissen wieder jener Stellenwert eingeräumt wird, der ihm nach katholischer Lehre zukommt, sollte Rechnung getragen werden (wie dies u.a. die österreichischen Bischöfe in ihrer „Mariatroster Erklärung“ von 1968 getan haben). Darüber hinaus ist eine Weiterentwicklung der kirchlichen Morallehre in dieser Frage auf dem Hintergrund der Erfahrungen und Erkenntnisse der vergangenen Jahrzehnte geboten. 

 

Zudem hofft die Katholische Aktion, dass die sozialen und religiösen Probleme, mit denen sich Familien heute konfrontiert sehen, in der Synode entsprechend zur Sprache kommen, etwa die Folgen von Migration, die Frage der Weitergabe des Glaubens an die jungen Generationen in religionsfernem Umfeld, die Auswirkungen steigender Lebenserwartung auf die Familien und den Wandel des Familienbildes insgesamt. 

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