Tuesday 18. June 2019
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Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

 

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

KAÖ-Präsidentin dankt Bischof Kapellari

Schaffelhofer: Er setzte sich für eine Kirche der Mitte ein, die Allianzen mit Politik, Kultur, Medien und anderen die Gesellschaft tragenden Kräften schließt

 

27.1.2015:  Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) dankt dem scheidenden Bischof von Graz-Seckau, Egon Kapellari, für sein umfassendes und unermüdliches Wirken für die Kirche in Österreich. Als Seelsorger und in den 33 Jahren seiner Amtszeit als Bischof hat sich Kapellari dafür eingesetzt, dass die Kirche ihren Weg im Spannungsfeld zwischen Erneuerung und Tradition, Weltoffenheit und geistlicher Tiefe, innerer Breite und einigender Mitte findet, erklärte KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer zum Rücktritt des Grazer Bischofs. Er hat gerade in den Zeiten starker Konflikte und Krisen in Österreichs Kirche Katholizität eingefordert: anstelle der Enge des eigenen Horizonts die Weite der Weltkirche, aber auch Klärung dessen, was wesentlich zu katholischer Identität gehört.

 

Unbestritten sind die Führungsqualitäten Bischof Kapellaris, er hat gefordert und gefördert, so Schaffelhofer. Als Seelsorger und Hirte war er umsichtig und glaubensstark. Als Bischof hatte er nie nur die eigene Gemeinschaft im Blick, sondern suchte das Gespräch mit der Zivilgesellschaft und sorgte sich um deren gedeihliche Entwicklung. Immer wieder suchte und forderte er Allianzen der Kirche mit Politik, Kultur, Medien und anderen die Gesellschaft tragenden Kräften.

 

Die KAÖ-Präsidentin erinnerte an die Worte Kapellaris Anfang Jänner bei der österreichweiten Pastoraltagung in Salzburg: In einer Zeit großer Umbrüche, aber auch Aufbrüche sei die heutige Gesellschaft besonders herausgefordert durch die großen Fragen "Was bleibt?" und "Was kommt?", stellte Kapellari fest. Utopien seien verbraucht, Pragmatismus sei angesagt, aber „weithin fehlen schlüssige Rezepte für den weiteren Weg oder sie sind kontrovers“. Das betreffe auch die Kirche. Er hoffe, dass die Kirche in Zukunft das Miteinander in ihren eigenen Reihen "und damit verbunden auch in der Zivilgesellschaft", in der viel Nebeneinander, Gegeneinander und Durcheinander herrsche, stärken kann, erklärte der Bischof. Jedenfalls habe die Kirche "Millionen von Lebenskeimen" in sich und sei trotz aller Umbrüche zahlenmäßig die größte Gemeinschaft in Österreich. 

 

Schaffelhofer verwies weiter auf jüngste Aussagen Kapellaris zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Europa: Es brauche mehr Einsatz für sozialen Frieden und Gerechtigkeit. Zu keiner anderen Zeit gab es in Europa mehr als 50 Jahre im Ganzen eine solche Stabilität; aber es wäre eine gefährliche Illusion, diese als selbstverständlich hinzunehmen, so der Bischof. Wie gefährlich bedroht die gesellschaftliche Stabilität sei, zeige sich derzeit sogar in einigen besonders maßgebenden EU-Ländern, etwa in einer hohen Jugendarbeitslosigkeit. Zum Gewaltpotential im Islam betonte er, dieses sei heute bekanntlich ein Thema innerhalb des Islams selbst und auch in der nichtislamischen Welt. Jede Religion sei in Gefahr, "eine spezifische Pathologie zu entwickeln, auch das Christentum". Dagegen brauche es verstärkte Allianzen von Kultur, Religionen, Politik und Medien.

 

In diesen Aussagen zeigt sich auch die intellektuelle Klarheit Kapellaris, würdigte Schaffelhofer. Als Autor zahlreicher Bücher hat er seine tiefen Einsichten in Kunst und Kultur und seine Sprachmächtigkeit unter Beweis gestellt. Kapellari hat nicht nur Leben und Strukturen der Kirche entscheidend mitgeprägt, er wird mit seinen Büchern noch weit über seine Amtszeit hinaus geistige und geistliche Spuren hinterlassen.

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