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Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

 

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


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Debatte über Streichung der eugenischen Indikation längst überfällig

KAÖ-Präsidentin Schaffelhofer begrüßt Signale aus mehreren Parlamentsparteien, über ein Ende der Straffreiheit für Spätabtreibung Behinderter zu beraten  - „Entscheidung nicht wieder auf die lange Bank schieben“

 

Wien, 10.2.2015   Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) begrüßt die Signale aus mehreren Parlamentsparteien, eine Streichung der eugenischen Indikation im Abtreibungsgesetz ins Auge zu fassen bzw. zumindest ernsthaft darüber zu beraten. „Eine solche Debatte ist längst überfällig“, betonte KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer am Dienstag, „wir können eine solche schwere Diskriminierung Behinderter nicht länger hinnehmen. Ich appelliere ausdrücklich auch an die SPÖ, sich einer Debatte über diesen einen Punkt im Abtreibungsgesetz nicht länger zu verschließen. Die SPÖ vertritt in vielen anderen Fragen vehement den Gleichheitsgrundsatz, es nicht einzusehen, warum er hier nicht gelten soll.“ - Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hatte es zuletzt abgelehnt, über ein Ende der Spätabtreibung von behinderten Kindern zu reden.

 

Schaffelhofer bekräftigt, das für die KAÖ das Ziel eine gänzliche Streichung der eugenischen Indikation ist. Nach derzeitiger Gesetzeslage kann bei Vorliegen oder Verdacht auf körperliche oder geistige Behinderung bis kurz vor der Geburt straffrei abgetrieben werden. „Das erlaubt die Selektion in ‚lebenswertes‘ und ‚lebensunwertes Leben‘, was aus ethischer und menschenrechtlicher Sicht absolut abzulehnen ist“, so die KAÖ-Präsidentin. Die Regelung widerspreche auch der UN-Behindertenkonvention.

 

„Es ist sicher nötig, die einzelnen medizinischen und rechtlichen Aspekte einer solchen Gesetzesänderung eingehend zu diskutieren. Das darf aber nicht wieder als Vorwand dafür verwendet werden, eine Entscheidung auf die lange Bank zu schieben. Wenn man wirklich will, kann man in wenigen Monaten eine Gesetzesänderung erreichen“, unterstreicht Schaffelhofer. „Es geht um das Leben und das Schicksal von Menschen!“

 

Beratung und Unterstützung ausbauen

 

Die KAÖ-Präsidentin hebt erneut hervor, dass die Streichung der eugenischen Indikation allein nicht genügt. Für die Eltern sei die Aussicht, ein behindertes Kind zu bekommen, oft sehr belastend. Sie brauchen Beratung und Unterstützung, und diese muss gefördert werden. Generell brauche es darüber hinaus ein gesellschaftliches Klima, in dem behinderte Menschen selbstverständlich aufgenommen, integriert und unterstützt werden. „Ich beobachte mit großer Sorge, dass uns dieses Klima zunehmend abhandenkommt. Der Druck auf Eltern, nur gänzlich gesunde, ‚perfekte‘ Kinder in die Welt zu setzen, steigt ständig. Wer heute ein behindertes Kind gebärt, muss sich zunehmend rechtfertigen. Das ist der Anfang vom Ende der Menschlichkeit“, warnt Schaffelhofer.

 

Angestoßen hat die jetzige Debatte der österreichische Behindertenanwalt Erwin Buchinger. Er appellierte bei der Parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“, auch die Würde am Beginn des Lebens zu beachten, und trat dafür ein, die unterschiedliche Beurteilung behinderten und nichtbehinderten Lebens bei der Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen zu beenden. Die KAÖ griff den Appell Buchingers auf.

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