Montag 26. Juni 2017
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TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Seelsorge heute: „Bei Gott eintauchen und bei den Armen wieder auftauchen“

Zulehner und Schaffelhofer bei „Kardinal-König-Gespräch“ - Versuche, Kirche „im herkömmlichen Rahmen zu reformieren“ ungenügend

 

„Bei Gott eintauchen und bei den Armen wieder auftauchen“: Plakativ fasste der Pastoraltheologe em. Prof. Paul Zulehner beim diesjährigen „Kardinal-König-Gespräch“ in Rabenstein an der Pielach am 27. August die Herausforderung für die Christen von heute zusammen. Das „Kardinal-König-Gespräch“ stand unter dem Titel „Herausforderungen für die Seelsorge heute. Unsere Pfarrgemeinden: Bisher – und morgen?“  Prof. Zulehner stellte – ausgehend vom Beispiel des alten Ehepaares Abraham und Sara, dem noch im hohen Alter ein Sohn  geschenkt wird  - klar, dass „die Gestalt der Kirche alt geworden ist“. Manche würden versuchen, Sara „neue Kleider zu geben“.

 

Aber neue Strukturen allein könnten die Kirche noch nicht zukunftsfähig machen. Wörtlich sagte der Pastoraltheologe: „Es ist zu wenig, die Kirche im herkömmlichen Rahmen zu reformieren. Wir müssen mutig den Rahmen selbst reformieren. Dazu wäre unter Papst  Franziskus die Zeit reif. Nützen wir sie mutig?“ Prof. Zulehner machte auch die Konsequenzen deutlich: Es gehe darum, „nicht den Untergang zu verwalten, sondern den Übergang zu gestalten“. In der Praxis bedeute das, dass jeder Christ, jede Christin jemanden dazu gewinnt, sich der Jesus-Bewegung anzuschließen. Diese „Entschlossenen“ könnten dann gläubige „Glutkerne“ bilden, die „selbstverständlich Eucharistie feiern“, weil „Entschiedenheit und Erfahrung in der Jesus-Bewegung die einzigen Zulassungskriterien zum kirchlichen Amt sein werden“.

 

So wie Abraham und Sara noch einen jungen Isaak bekommen hätten, könnte auch der „alten Kirche“ eine solche Verheißung gegeben werden, betonte Zulehner. In Isaaks-Gestalt könnte die Kirche der Zukunft, „die schon unter uns lebendig ist“, so aussehen: „Nicht um sich selbst besorgt, sondern an den ‚Rändern‘, bei den vom Leben vielfältig Verwundeten – wie ein Feldlazarett (Papst Franziskus), nicht moralisierend, sondern therapeutisch“, aber auch „arm“ (mit viel Ehrenamt, zB auch ehrenamtlichen ‚presbyteroi‘, Vorsitzenden der eucharistischen Feier), mit gläubigen „Glutkernen“, die sich „lokal für Arme verausgaben“ und „regional miteinander starke diakonale Projekte mittragen“.  Von solchen Gemeinden und Gemeinschaften werde man im Land reden, sie würden als „Geheimtipp“ gehandelt werden.

 

Prof. Zulehner schilderte in Rabenstein, wie er vor kurzem nach einigem Zögern die Firmvorbereitung für die – beide Max genannten - 15-jährigen Söhne von zwei Familien übernahm. Der Pastoraltheologe stellte den beiden Burschen zwei zentrale Fragen, die sie zu beantworten hatten: „Wozu hat Jesus seine Jesus-Bewegung ausgelöst?“ und „Bist du wild entschlossen, dich dieser anzuschließen?“ An diesen beiden Fragen hänge der große Entschluss. Zulehner: „Es wird künftig mehr entschiedene und informierte Gläubige geben: Vermutlich weniger Katholiken, aber unter diesen mehr Christen“.

 

Kritisch merkte Zulehner an, dass man in der katholischen Kirche in den letzten Jahrzehnten zu stark auf die Behebung von „Irritationen“ (Frauen, Sexualität, Zölibat, Mitsprache, Modernität) konzentriert war, obwohl dies alles „rasch erledigt“ werden müsse.  Aber zugleich müsse man auf die Stärkung der „Gratifikationen“  schauen, auf die Verbindung von Spiritualität und Solidarität, vor allem auf die „Urgratifikation“, die der christliche Glaube anzubieten habe: „Du hast Worte ewigen Lebens“.  Ganz wichtig seien in diesem Zusammenhang „glaubwürdige Zeugen“ wie Kardinal König, Mutter Teresa oder Papst Franziskus, Gemeinschaften wie Sant’Egidio, Ordensgemeinschaften wie die Friesgasse-Schulschwestern oder die Jesuiten des Kardinal-König-Hauses. Zugleich müsse sich jeder Christ und jede Christin die Frage stellen, wie es mit dem eigenen Glaubenszeugnis in der Familie, im Beruf, am Stammtisch aussieht.

 

Beim Gedächtnisgottesdienst für Kardinal König vor dem Gespräch im Rabensteiner Gemeinde- und Kulturzentrum hatte Prof. Zulehner einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur Pastoraltheologe, sondern auch praktischer Seelsorger ist. An Hand eines berühmten Bildes aus dem Echternacher Codex (das die Heilung eines Aussätzigen durch Jesus zeigt) legte er den zum Gottesdienst Versammelten dar, dass es auch heute um die „Aussätzigen“, die an den Rand Gedrängten, die jungen Arbeitslosen, die vereinsamten Alten, die nach Sicherheit und Schutz suchenden Flüchtlinge gehe. Die Art, wie Jesus auf dem Bild aus Echternach auf den Aussätzigen zugeht, sei „eine der schönsten Visionen von Kirche“.  Jesus sei heute wie damals der „Maß-Stab“ für die Christen: „Wir müssen uns am Evangelium orientieren, wir brauchen keine Wellness-Spiritualität, sondern müssen den Kopf hinhalten für die Armen“.

 

„Barmherzige und solidarische Kirche“

 

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer,  plädierte für eine offene, dialogfähige, kommunikative und zugleich barmherzige und solidarische Kirche. Kirche dürfe sich nicht abschotten, müsse Ängste ablegen und auf die Menschen zugehen, sie dürfe sich nicht vor den Herausforderungen verstecken. Dies gelte insbesondere auch im Blick auf die aktuelle Migrations- und Flüchtlingsthematik. Die Präsidentin der Katholischen Aktion betonte die Bedeutung der Kenntnis der eigenen Wurzeln und erinnerte an die Aussage der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im Hinblick auf das Verhältnis zum Islam sagte: „Haben wir doch den Mut, zu sagen, dass wir Christen sind. Haben wir doch den Mut, dass wir da in einen Dialog treten“. Dazu gehöre auch, regelmäßig den Gottesdienst mitzufeiern und sich mit der Bibel zu beschäftigen.

 

Die Solidarität mit den Opfern sei ein Programm für das Christsein im dritten Jahrtausend. Zukunftsfähigkeit entstehe dort, wo Kirche die Bereitschaft zur Begegnung mit dem „Anderen“ fördere. Die biblische Frage „Wer ist mein Nächster?“ sei wichtig, um sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen. Es sei kein Zufall, dass die erste Reise von Papst Franziskus der „Flüchtlingsinsel“ Lampedusa gegolten habe.

 

In diesem Zusammenhang verwies Gerda Schaffelhofer auf eine Tagung, die von der Katholischen Aktion gemeinsam mit dem Zentralkomitee deutscher Katholiken und der Aktion „Renovabis“ unter dem Titel „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ von 30. September bis 2. Oktober an der Klagenfurter Uni veranstaltet wird. Ziel der Tagung ist es, Christen, die sich für Aufnahme und Integration von Asylwerbern und Flüchtlingen einsetzen, europaweit zu vernetzen und zu ermutigen. Auch soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie Flüchtlingen in Syrien selbst und den Nachbarstaaten geholfen werden kann. Ebenso soll das von der Gemeinschaft Sant’Egidio und der Waldenserkirche entwickelte Modell der „humanitären Korridore“, das Flüchtlingen nach sorgfältiger Prüfung die legale Einreise ermöglicht, vorgestellt werden.

 

Insgesamt plädierte Gerda Schaffelhofer für eine neue „Pastoral der Barmherzigkeit“ und betonte: „Papst Franziskus hat die Barmherzigkeit wieder entdeckt“. Es gebe viele Menschen, die gescheitert oder in Schwierigkeiten sind. Diese dürfe die Kirche nie alleine lassen. Papst Franziskus setze hier immer wieder beeindruckende Zeichen.

 

„Buntes Leben in der Pfarre“

 

Die beiden Pielachtaler Pfarrer August Blazic (Kirchberg) und P. Leonhard Obex (Rabenstein) hatten zuvor geschildert, wie sie zu ihrer Berufung gefunden hatten und wie sie die Veränderungen in der Kirche erleben – wobei sie unterschiedliche Generationen repräsentieren, Blazic wurde 1972 geweiht, Obex 2006. 

 

Der 1947 geborene Blazic erlebte im Knabenseminar noch die vorkonziliare Atmosphäre, dann im Priesterseminar die dramatischen Veränderungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.  Bibel und Ökumene wurden „entdeckt“, einige seiner Kollegen verließen das Seminar, um zu heiraten, waren aber überzeugt, dass der Pflichtzölibat bald fallen werde und sie dann umgehend geweiht würden.  Blazic schilderte die „gewaltige Aufbruchsstimmung“  in seinen Kaplansjahren, die Orientierung an großen Vorbildern wie Kardinal König, Frere Roger (Schutz), Papst Johannes XXIII. Mit Mitbrüdern studierte er die Konzilsdekrete, setzte sich mit den großen theologischen Entwürfen des „Volkes Gottes“ und des „allgemeinen Priestertums aller Getauften“ auseinander. 

 

Im Überschwang sei damals auch manches vergessen worden, dann habe er selbst entdeckt, dass vieles, was früher war, auch seinen Wert hatte.  In der Praxis der Seelsorge erlebte er vor allem bei der Spendung des Bußsakramentes und der Krankensalbung Grenzen: „Wir waren viel zu wenig auf die Praxis vorbereitet“. 1982  reichte er um die Pfarre Kirchberg ein und wurde Pfarrer: „Es war eigentlich gar nicht geplant, aber ich hätte es nicht besser treffen können“.  Blazic wurde gut aufgenommen, die Kirchberger waren bereit, mitzutun.  Für sich selbst nahm sich der Pfarrer vor, „mitzuleben, mitzufeiern, mitzutrauern“.  Er orientierte sich am 2. Korintherbrief, Vers 24, er wollte nicht Herr über den Glauben seiner Mitchristen sein, sondern Helfer zu ihrer Freude.  Der Katholikentag 1983 mit dem ersten Besuch Papst Johannes Pauls II.  war ein großes Erlebnis, dann begann bald das, was Blazic mit leichtem Understatement die „Winterzeit“ in der katholischen Kirche in Österreich nennt.  Die Spaltung im Klerus nahm zu, es gab Wut und Enttäuschung, der Kirchenbesuch ging zurück, die Kirchenaustritte stiegen an, die Menschen wurden auch im Pielachtal immer kritischer gegenüber „der Kirche“.  Blazic machte bei oppositionellen Gruppen mit, die sich an der Parole „nicht austreten, sondern auftreten“ orientierten.  Irgendwann spürte er, dass ihm die Luft ausging; er nahm sich eine viermonatige „Auszeit“ im steirischen „Haus der Stille“.  Dann fand er die Freude am Beruf wieder:  „Ich verstand, dass das bunte Leben in der Pfarre meines ist“.

 

Sein Resumee zur heutigen Situation: Das Selbstbewusstsein der Christen in der Pfarre ist gewachsen, der Druck „von oben“ hat vieles in Gang gesetzt, was das Konzil gewollt hat. Vieles ist selbstverständlich geworden: Pfarrgemeinderat, Einbeziehung der „Laien“ bei der Sakramentenvorbereitung, intensive Beschäftigung mit der Bibel usw. Und die Hoffnung auf den weiteren Weg hat einen Namen: Papst Franziskus.

 

P. Leonhard Obex, Benediktiner des Stiftes Göttweig, seit 2007 Pfarrer von Rabenstein  (und „zweieinhalb“ weiteren Gemeinden) hat eine ganz andere Geschichte. Er ist eine Generation jünger, stammt aus dem Tiroler Stubaital und räumt  gleich mit ostösterreichischen Klischeevorstellungen auf („Tirol ist kein ‚Heiliges Land‘, der Kirchenbesuch ist schlechter als im Pielachtal“). Obex wuchs ohne Bezug zur Kirche auf,  nur das von der Großmutter gepflegte Brauchtum erschloss ihm einen Zugang. Durch einen Schulfreund kam er nach der Firmung zum Ministrieren. Der Unfalltod eines Schulkollegen machte ihn nachdenklich, der Titel eines Buches („Christsein als Beruf“) ließ ihn später nicht  mehr los. Aber sein Wunsch, Priester zu werden, stieß in der Familie auf Unverständnis. Er musste einen „ordentlichen Beruf“ lernen: Koch  (sein Buch „So koch ich meine Pfarre ein“ ist ein Widerhall dieser Zeit); erst nach der Gesellenprüfung durfte er im damals noch bestehenden Canisiusheim Horn die Matura nachholen. Er trat im Stift Göttweig ein und hatte das Gefühl, seine geistliche Heimat gefunden zu haben. Nach der Primiz begann auch die Familie aufzutauen und den jungen Mönchspriester in seiner Berufung zu schätzen.  Auch  P. Leonhard stellte beim „Kardinal-König-Gespräch“ nüchtern fest, dass er für die praktische Seelsorge vom Studium „nichts mitnehmen konnte“.  Vielleicht mit Ausnahme des Grundsatzes, den ihm sein Professor im Lieblingsfach Kirchenrecht, der frühere Salzburger Generalvikar Johann Paarhammer mitgab: „Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht das Gesetz“.

 

Auch Obex haben die Pielachtaler den Einstieg leicht gemacht. Aber der Aufbau von tragfähigen Beziehungen braucht Zeit, so der Benediktiner. Durch die Anteilnahme an Freud und Leid der Familien sind Freundschaften gewachsen.  So kann P. Leonhard auch ein größeres Gebiet mit mehreren geistlichen Zentren betreuen, „aber nicht als Wandermönch“. Stabilität sei notwendig, dafür brauche es verlässliche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Bereich des Benediktiners sind es rund 200. Um mehrere Pfarrgemeinden betreuen zu können, müsse man eine klare Einteilung treffen:  Trösten, Helfen, Aufrichten, Beten, Gottesdienste feiern, Sakramente spenden, das sei zentral. Sitzungen und Ehrungen stehen nicht auf P. Leonhards Prioritätenliste, so gewinne er Zeit für Gott, für andere und auch für sich. In seiner Berufung spürt er immer noch das Feuer der ersten Liebe.

Kardinal König, der Seelsorger

 

Eingangs hatte die Leiterin des Kardinal-König-Archivs (und langjährige Leiterin des Sekretariats von Kardinal König), Annemarie Fenzl, klargemacht, dass es heute überall in der Kirche um die Frage gehe,  „wie lange noch wer wem – und vor allem wie – die Frohe Botschaft verkünden wird“.  Es gebe den Priestermangel, die getauften und gefirmten Christen würden in dem neuen Kirchenbewusstsein, „das ihnen das Zweite Vatikanische Konzil geschenkt hat“, ihre Verantwortung erkennen und sie auch wahrnehmen wollen, „was nicht immer einfach ist“.  Angesichts nicht immer klar definierter Zusammenlegungen von Pfarrgemeinden zu Pfarrverbänden oder „Seelsorgeräumen“ drohten wieder „Riesenpfarren“ wie an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert (die Wiener Diözesansynode von 1969/71 hatte dagegen ausdrücklich für die Teilung der zu großen Pfarren und die Schaffung  von Teilgemeinden votiert). Die Leiterin des Kardinal-König-Archivs stellte die Frage, ob es „wirklich keine anderen Wege“ gebe. Es gelte das Wort von Papst Franziskus, dass die Kirche in ihren Pfarrgemeinden lebe.

 

Kardinal König wäre zweifellos mit der von den beiden Pielachtaler Gemeinden getroffenen Entscheidung für das Thema des diesjährigen „Kardinal-König-Gesprächs“ (Herausforderungen für die Seelsorge heute) zufrieden, betonte Annemarie Fenzl. Denn die Seelsorge sei der Kernpunkt der priesterlichen Existenz des Kardinals gewesen. Er habe früh erkannt, dass man Seelsorge nicht aus Büchern lernen kann, dass zur Seelsorge Mut gehört, Furchtlosigkeit, Einfühlungsvermögen in die Gedanken und Gefühle anderer und „viel, viel Liebe“.  Die Bandbreite zwischen den beiden Pfarren und ihren Seelsorgern zeige die „ganze katholische Weite im besten Sinn“ auf.  Die Leiterin des Kardinal-König-Archivs zitierte aus einem Aufsatz des damaligen Wiener Erzbischofs  aus dem Jahr 1970: „Die Kirche ist immer beides: bewahrend und fortschreitend, konservativ und progressiv. Sie ist verpflichtet, die Offenbarung zu bewahren. Sie weiß aber auch, dass das Verständnis der Offenbarung sich im Lauf der Jahrhunderte entwickelt hat und weiter entwickeln wird“.  Als junger Kaplan habe die Arbeit in der praktischen Seelsorge König nach dem Studium in Rom vor eine ganz neue Situation gestellt, die aber für sein weiteres Leben von unschätzbarem Wert war. „Kein Buch und kein Studium hätten mich das je gelehrt, was ich nun durch die praktische Erfahrung in der Seelsorge – bei den Menschen – lernte“, habe er später bekannt.

 

In Vertretung von Landeshauptmann Erwin Pröll meinte der Landtagsabgeordnete Martin Michalitsch, dass gerade in Zeiten großer Herausforderungen „Menschen mit Haltung“ gesucht würden. So ein Mensch sei Kardinal König gewesen, der viele geprägt habe. In diesem Sinne seien die „Kardinal König-Gespräche“ im Pielachtal von großer Bedeutung. Der Rabensteiner Bürgermeister Kurt Wittmann erinnerte daran, dass Kardinal König Brücken zu Menschen aller Konfessionen und Überzeugungen geschlagen habe. In diesem Sinn begrüßte er in besonderer Weise einen aus Syrien geflohenen Notar, der so wie etliche andere Flüchtlinge aus dem nahöstlichen Kriegsgebiet im Pielachtal Zuflucht gefunden hat.

Am Sonntag, 28. August, wurde das "Kardinal-König-Gespräch" mit einem Festgottesdienst in der Andreaskirche abgeschlossen, die auf einem Hügel zwischen Rabenstein und Kirchberg liegt.

 

Die in Sichtweite des Geburtshauses von Franz König und seines Schulweges gelegene gotische Kirche („Gotteshaus ohne Turm und Dorf"), war nach der Renovierung von Kardinal König, dem  „großen Sohn des Pielachtales", vor genau 30 Jahren - am 31. August 1986 - neu geweiht worden.  Rabenstein und Kirchberg abwechselnd Schauplatz der „Kardinal-König-Gespräche“. Mitveranstalter der Gespräche ist der Verein  „Kardinal König - Glaube und Heimat im Pielachtal". Kardinal Franz König wurde am 3. August 1905 im Rabensteiner Ortsteil Warth geboren und am 5. August in der Rabensteiner Pfarrkirche getauft. Er besuchte die Volksschule in Kirchberg an der Pielach, von wo aus ihn sein Weg in die Weltkirche führte. Am 13. März 2004 verstarb der Kardinal in Wien.

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29
Jun.

Veranstaltungsreihe in der Steiermark in Kooperation mit dem Land Steiermark und "Welt der Frau"

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