Donnerstag 27. April 2017
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TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Katholische Laien: Christentum leben statt sich um dessen Erbe sorgen

KAÖ, Zdk und Renovabis starten internationale Tagung zu Flucht und Integration - Schaffelhofer: Diskussion nicht den Angstmachern überlassen

Europa soll "das Christentum einfach leben statt sich Sorgen um das christliche Erbe zu machen": Mit diesem Appell hat sich Gerda Schaffelhofer, die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ am Freitagabend in Klagenfurt zum Auftakt einer internationalen Tagung über Flucht und Integration geäußert. Die Kirche müsse klar zeigen, dass der Platz der Christen auf den Seiten der Armen, Rechtlosen und Flüchtlinge sei. "Es gibt keinen anderen Patz für uns. Wir werden das Erbe des Christentums nicht in einer Abschottungspolitik retten, sondern nur indem wir das tun, was uns Jesus auf den Weg gegeben hat", so Schaffelhofer gegenüber "Kathpress".

Zu der am Freitag angelaufenen dreitägigen Veranstaltung an der Universität Klagenfurt hatten die Katholische Aktion, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und das deutsche Osteuropa-Hilfswerk Renovabis geladen. Die 150 Teilnehmer aus 13 Ländern - darunter Vertreter der kirchlichen Organisationen und der Flüchtlingshilfe, zwei Bischöfe sowie auch Flüchtlinge - beschäftigten sich am ersten Tag mit der Situation der Menschen in Nahost und in den Aufnahmegesellschaften; für Samstag stand eine theologische Reflexion und der Austausch über Best-Practise-Projekte auf dem Programm, für Sonntag ein von Flüchtlingen gestaltetes "Fest der Begegnung".

Als Aufgabe des Treffens bezeichnete es Schaffelhofer, Wissen über die aktuelle Lage der Flüchtlinge aus erster Hand zu vermitteln, zu sensibilisieren und das vielfältige kirchliche Engagement für Asylwerber stärker zu vernetzen. Die Kirche dürfe die öffentliche Diskussion "nicht jenen überlassen, die Ängste schüren, Täter und Opfer vertauschen und Begriffe wie Sicherheit, Heimat und Ordnung missbrauchen", mahnte die KAÖ-Präsidentin. Statt Angst vor dem Islam seien das Einfordern von Menschenfreundlichkeit und der "Mut zum christlichen Bekenntnis" das Gebot der Stunde.

"Tausende christliche Laien sind derzeit an vorderster Front konkreter Flüchtlingshilfe aktiv", so der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl. Die sei zu Recht so, sei für die Kirche doch der Ausspruch von Jesus "ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen" - zugleich Tagungsmotto in Klagenfurt - ein Maßstab, mit dem das Christentum nun auf dem Prüfstand stehe. Die Tagung der katholischen Laienorganisationen - Krautwaschl ist für sie in der Bischofskonferenz zuständig - solle "aufzeigen, was die Kirche tut" und den "Blick schärfen" für neue Herausforderungen; angesichts der weltweiten Entwicklungen gelte es doch, immer "einen Schritt nach dem anderen gehen", so der Bischof.

Angst soll Sorge werden

Die Flüchtlingssituation sei ein "gutes Bewährungsfeld, um bessere Christen zu werden", erklärte der Pastoraltheologe Paul M. Zulehner, der die Veranstaltung moderierte, im Interview mit "Kathpress". Die Flüchtlingshilfe erlaube es schließlich, "so zu lieben und uns so zu verausgaben, dass wir dabei nichts zurückerwarten können". Als ein Ziel der Tagung in Klagenfurt bezeichnete es Zulehner, "dass aus der Angst, die im Bauch sitzt, ein bisschen mehr begründete Sorge wird - denn wer sich Sorgen macht, der hasst nicht und hetzt nicht, sondern er hilft im Notfall".

Reflexion und Vergewisserung sei nötig, wenn der vielgestaltige Einsatz von Christen für Flüchtlinge immer wieder an individuelle und gesellschaftliche Grenzen stößt, erklärte Alois Wolf, der Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), in seiner Begrüßungsrede. "Wir müssen dann überprüfen: Wo ist unser Ort als Christ? Wenn wir uns dann vergegenwärtigen, dass Christus selbst uns im Fremden gegenübersteht, werden wir einen guten Weg finden und ihn auch gehen." Statt bloß schöner Worte sei es wichtig, Not zu sehen und daraufhin zu handeln, so Wolf.

Burkhard Haneke vom Hilfswerk Renovabis hob den Beitrag der Tagung zur "Behebung des Kommunikationsdefizits in Europa" hervor. Die Kommunikation innerhalb Europas befinde sich momentan in einer Krise, "gekennzeichnet durch gewollte oder ungewollte Missverständnisse, durch fehlendes Zuhören und durch ein aneinander Vorbeireden und Schubladen-Denken." Die Kirche könne beitragen, dass wieder mehr miteinander statt übereinander geredet werde.

Kalender
05
Mai.

Gespräche mit Promis beim Kircheneck zum Thema "Wie kann das innere Feuer erhalten bleiben?" mit Dorothee Steinbauer (Schauspielerin) und Fredrik Jan Hofmann (Schauspieler)

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06
Mai.

Guglhupf mit Baklava

Mit dem InteGRAZionsfest bedankt sich die Katholische Stadtkirche Graz mit einem internationalen Brunch, Musik und einem bunten Programm bei allen, die sich für ein gutes Zusammenleben in Graz einsetzen.

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23
Mai.

Veranstaltungsreihe in der Steiermark in Kooperation mit dem Land Steiermark und "Welt der Frau"

Weitere Termin: 
Do. 29. Juni, Leoben, Sparkassersaal

 

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