Donnerstag 27. April 2017
KA.login

TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

Kirche kritisiert gegenwärtige Abschiebepraxis

Katholische Aktion Österreich fordert bei Jahreskonferenz Abschiebe-Stopp für bereits integrierte Asylwerber

 

 

Bereits integrierte Asylwerber sollen nicht mehr in andere EU-Länder abgeschoben werden. Das forderte die Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) zum Abschluss ihrer Jahreskonferenz am Samstag in St. Georgen/Längsee und übte dabei scharfe Kritik an den Dublin III-Abschiebungen. Es sei menschenunwürdig, wenn Personen, die durch Deutschkurse, Schulbesuch, gemeinnützige Arbeit und Interesse am Gemeinschaftsleben ihre Integrationsbereitschaft bewiesen hätten, wieder herausgerissen und erneut traumatisiert werden. "Eine solche Vorgangsweise mag rechtlich gedeckt sein, sie widerspricht aber jeglichen humanitären Grundsätzen. Es ist nicht einzusehen, dass ausgerechnet die Flüchtlinge mit der größten Integrationsbereitschaft bestraft werden", so die größte kirchliche Laienorganisation.

 

Es sei zudem eine "Vergeudung von österreichischem Steuergeld", wenn die Investitionen in Integrationsmaßnahmen nicht im Land Früchte tragen können, sondern zunichte gemacht werden. "Diese Menschen könnten ein Teil der Zukunft unseres Landes sein. Wir bringen uns selbst um den Erfolg und um Zukunftschancen für unser Land", heißt es in der "Kathpress" vorliegenden Erklärung.

 

Es sei auch "ein Schlag ins Gesicht von Tausenden Frauen und Männern, die ehrenamtlich Zeit, Energie, Geld und Know How dafür eingesetzt haben, dass Menschen in Not geholfen wird und sie bei uns in Österreich eine neue Heimat finden", monierte die KAÖ. Dies hätte letztlich auch unmittelbare Auswirkung auf die Österreicher selbst: Gerade Kinder und Jugendliche erlebten solche Maßnahmen, mit denen Freunde und Mitschüler von einem Tag auf den anderen von den Behörden des Landes verwiesen werden, als irritierend und sehr verletzend.

 

Klagenfurt, 16.10.2016

 

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 

> Radio Vatikan

> ORF Religion

 


 

 Die Salzburger Nachrichten haben ebenfalls darüber berichtet.

Inhaltlich hat sich auch der steirische Bischofsvikar für die Caritas, Hermann Glettler, zu den Dublin-Verfahren geäußert, bei einer österreichweiten Caritas-Tagung in Graz:

„Ich appelliere an die zuständigen Behörden, bei Abschiebungen mit Menschlichkeit und Augenmaß vorzugehen“. Von Abschiebungen und Rücküberstellungen nach dem Dublin-Verfahren seien zunehmend gut integrierte Familien betroffen. Dies sende die falschen Signale an die AsylwerberInnen und führe die Bemühungen der HelferInnen ad absurdum.

„Das Vertrauen in eine verlässliche Politik wird damit zerstört“, begründete der Bischofsvikar. „Die Bereitschaft, sich auch weiterhin zu engagieren, schwindet. Was übrigbleibt ist eine resignierte Stimmung und eine Herkulesaufgabe an Integration, die noch vor uns liegt.“ Glettler nannte den Fall einer gut integrierten Familie mit einem reichen Netz an freiwilliger Hilfe in einem kleinen Ort und zeigte sich überzeugt, dass die österreichische Gesellschaft „mehr schafft, als es verängstigte Politiker für möglich halten.“ Gletter forderte „eine faire und ausgewogene Asylpolitik und um die richtigen Signale, die ein soziales Engagement der Bevölkerung fördern und nicht ins Leere laufen lassen.“

 

Vor dem Hintergrund der Erfahrung der Caritas in der Betreuung von Flüchtlingen dringt der Bischofsvikar darauf, auf gut integrierte Familien mit Kindern aus humanitären Gründen Rücksicht zu nehmen und damit auch das Engagement derer, die sich oft ehrenamtlich um die Integration dieser Menschen bemühen, zu würdigen. Die rechtlichen Entscheidungen aus dem Blickwinkel von Menschlichkeit und Humanität zu überprüfen, hieße auch, den Österreichern und den geflüchteten Menschen zu signalisieren, welche Art von Integration für alle – für die schutzsuchenden Menschen ebenso wie für die Gesellschaft - wünschenswert ist."

 

Vor wenigen Tagen hat Papst Franziskus seine Botschaft zum katholischen Welttag der Migranten am 17.  Jänner 2017 veröffentlicht, sie ist den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gewidmet. Den Wortlaut findet ihr hier.

Kalender
05
Mai.

Gespräche mit Promis beim Kircheneck zum Thema "Wie kann das innere Feuer erhalten bleiben?" mit Dorothee Steinbauer (Schauspielerin) und Fredrik Jan Hofmann (Schauspieler)

> zum Programm

mehr
06
Mai.

Guglhupf mit Baklava

Mit dem InteGRAZionsfest bedankt sich die Katholische Stadtkirche Graz mit einem internationalen Brunch, Musik und einem bunten Programm bei allen, die sich für ein gutes Zusammenleben in Graz einsetzen.

> zum Programm

mehr
23
Mai.

Veranstaltungsreihe in der Steiermark in Kooperation mit dem Land Steiermark und "Welt der Frau"

Weitere Termin: 
Do. 29. Juni, Leoben, Sparkassersaal

 

> Programm

mehr
Katholische Aktion
Österreich

A-1010 Wien, Spiegelgasse 3/2/6
T: +43.1.51552-3660
F: +43.1.51552-3764
E: office@kaoe.at
http://kaoe.at/