Donnerstag 29. Juni 2017
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TAGUNG | Flucht u. Integration in Europa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

"Ein Wolf, der Kreide frisst, bleibt ein Wolf"

KAÖ-Präsidentin in Interview des Kärntner "Sonntag" zur Bundespräsidentenstichwahl: "Nicht überall, wo christlich draufsteht, ist Christliches tatsächlich drin"

Angesichts von noch mehr als 400.000 noch
unentschlossenen Wahlberechtigten bei der anstehenden Kür des
Bundespräsidenten hat die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich
(KAÖ), Gerda Schaffelhofer, dazu aufgerufen, hinter die "Scheinwelt der
Wahlkämpfe" zu blicken. "Durchschauen wir immer die Wahltaktik?", so
ihre skeptische Frage auch vor dem Hintergrund der kürzlich
entschiedenen US-Präsidentschaftswahl. "Gott in den Mund zu nehmen ist
z. B. ganz einfach und kostet gar nichts", warnte Schaffelhofer in einem
Interview der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag" (Ausgabe 27. November)

Es genüge nicht, nur schnell und oberflächlich hinzuhören. Im Wahlkampf
würden alle Kandidaten sagen, was ihre potenziellen Wähler hören
möchten. Die KAÖ-Präsidentin betonte, man müsse sich schon genauer mit
den Kandidaten beschäftigen. "Ich sage es einmal so: Nicht überall, wo
christlich draufsteht, ist Christliches tatsächlich drin. Nicht jeder,
der sich nach außen hin christlich gibt, weil er auf Wählerfang unter
Christen aus ist, ist im Herzen auch tatsächlich Christ." Schaffelhofer
nannte das im 1. Johannesbrief des Neuen Testaments festgehaltene
Kriterium: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen."

Politische Vertreter, "die Mauern bauen, Solidarität untergraben,
Verantwortung primär als Selbstschutz interpretieren und
Parteiinteressen vor das Gemeinwohl stellen", seien für Christen nicht
wählbar. Das gelte für Amerika ebenso wie für Europa und Österreich.

Dass Katholiken und Mitglieder anderer Kirchen mit Donald Trump einen
Mann in den Sattel gehoben hätten, "der sich wie ein wild gewordener
Cowboy über mühsam errungene Werte wie Toleranz, Menschenwürde, Achtung
der Frau, um nur einige zu nennen, hinwegsetzt", habe sie "erschüttert",
bekannte Schaffelhofer. "Wohin dies führen wird, werden wir, fürchte
ich, noch erleben."

"Kein Rückzug ins eigene Kirchlein"

Dass Kirche und Politik getrennte Bereiche sein sollten, bezeichnete
Schaffelhofer als "Unsinn". Christen seien aufgerufen, an der Gestaltung
der Welt im Sinne des Evangeliums mitzuarbeiten. "Da darf es kein
Wegschauen geben, keinen Rückzug ins eigene Kirchlein, da braucht es,
gerade wenn es um eine richtungsentscheidende Wahl geht, ein genaues
Hinschauen und Mitentscheiden."

Befragt nach ihrer Einschätzung des "längsten Wahlkampfes aller Zeiten"
meinte Schaffelhofer, es sei nicht ihre Aufgabe, parteipolitische
Empfehlungen zu geben. Christen dürfe es jedenfalls nicht egal sein, in
welche Richtung die Politik geht. Weiß wählen oder gar nicht wählen wäre
ein "Kneifen", das dem christlichen Auftrag zur Weltmitgestaltung
widerspräche. "Wir müssen uns entscheiden, sonst entscheiden andere für
uns."

 

Das Original des Interviews ist hier nachzulesen.

Kalender
29
Jun.

Veranstaltungsreihe in der Steiermark in Kooperation mit dem Land Steiermark und "Welt der Frau"

Weitere Termine: 
Do. 6. April, Leibnitz, Hugo-Wolf-Saal 
Di. 23. Mai, Gleisdorf, forumKloster

 

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