Dienstag 20. November 2018
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Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

KAÖ-Präsidentin: Kirchenasyl in Salzburg ist „beispielhaft“

 

Ziel bleibt, dass abgelehnte, aber integrationswillige Zuwanderer humanitäres Aufenthaltsrecht erhalten

 

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, hat die Gewährung von Kirchenasyl in Salzburg an einen von der Abschiebung bedrohten 23-jährigen Asylwerber aus Pakistan begrüßt. „Die von Erzbischof Franz Lackner unterstützte Aktion ist beispielhaft“, erklärte Schaffelhofer am Donnerstag. „Die Kirche hat in einer Notsituation für den Betroffenen auf eine Notwehrmaßnahme zurückgegriffen. Wir wissen, dass das nicht der Regelfall sein kann. Als Katholische Aktion werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass abgelehnte Asylwerber, die ihren Integrationswillen bereits unter Beweis gestellt haben, etwa durch Erlernen der Sprache und berufliches Engagement, in Österreich humanitäres Aufenthaltsrecht erhalten“, betonte die KAÖ-Präsidentin.

 

„Derzeit wird in vielen Fällen ohne Rücksicht auf die Lebensumstände, die Integrationsbereitschaft und die Unterstützung Betroffener durch Hilfsorganisationen, Pfarren, Einzelpersonen oder Unternehmen abgeschoben. Dies offenbar nur mit dem Ziel, am Ende des Jahres eine möglichst große Zahl an Anschiebungen vorweisen zu können. Das ist Populismus pur, ohne Vernunft und Menschlichkeit. Sollten Politik und Behörden weiterhin an dieser Abschiebepraxis festhalten, ist aus unserer Sicht die Anwendung des Kirchenasyls geboten. Ich hoffe, dass sich andere Bischöfe und Diözesen an Salzburg ein Beispiel nehmen und mit der Gewährung von Kirchenasyl einzelnen Betroffenen helfen und damit auch ein Zeichen der Menschlichkeit setzen.“

 

Der 23-jährige Asylwerber Ali Wajid aus Pakistan kam vor drei Jahren nach Österreich und arbeitet seit Oktober 2017 im Lokal der Salzburger ARGEkultur als Kellner-Lehrling. Im Mai erhielt er einen negativen Asylbescheid in zweiter Instanz, am 1. Juli einen neuen Bescheid mit der Aufforderung, sich innerhalb von 72 Stunden in der Flüchtlingsunterkunft Schwechat einzufinden - bei Flüchtlingshelfern bekannt als letzte Station vor der Abschiebung. Kurz vor Ablauf der 72-Stunden-Frist wurde er in der Erzabtei St. Peter aufgenommen. Kirchenasyl hat in Österreich keine rechtliche Grundlage. Die Kirche reagiere aber auf vorhandene Not, wenn Menschen in Bedrängnis sind, erklärte Erzbischof Lackner seine Entscheidung. "Die Kirche nimmt sich der Heimatlosen und Armen an. Aus der Botschaft Jesu heraus sind wir zutiefst dazu verpflichtete, zu helfen", stellte auch Dechant Alois Dürlinger, Sprecher des Erzbischofs in Asyl- und Flüchtlingsfragen, klar. Mit dem Kirchenasyl soll für den jungen Pakistani nun Zeit gewonnen werden, um die rechtliche Situation zu klären.

 

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