Tuesday 12. November 2019
KA.login
KAÖ

 

 

 

Die Katholische Aktion (KA) ist die offizielle Laienorganisation der katholischen Kirche in Österreich.

 

In Verbundenheit mit den Bischöfen verwirklicht sie den Sendungsauftrag der Kirche.

 

In der KA engagieren sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer gemäß ihrer Berufung als Christinnen und Christen.


Katholische Aktion - die Radikalität des Evangeliums in der Normalität des Alltags leben!

 

KAÖ erwartet von Parteien „ganz konkrete Klimaschutzpläne“

 

KAÖ-Präsident Wimmer: „Wir werden die Wahlprogramme und Aussagen aller Parteien sehr genau darauf hin beobachten, wie sie ihrer Verantwortung für die Schöpfung gerecht werden wollen“ 

 

„Wir erwarten von allen wahlwerbenden Parteien, dass sie in ihren Wahlprogrammen ganz konkret sagen, was sie in den nächsten Jahren gegen die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung tun wollen“, erklärte der Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Leopold Wimmer, am Donnerstag in einer Stellungnahme. „Wohlformulierte Versprechungen, die möglichst unverbindlich bleiben haben wir schon genug gehört. Die aktuelle Hitzewelle sollte allen Bürgerinnen und Bürgern deutlich vor Augen führen, dass dringend gehandelt werden muss. Es liegt an uns allen, den Politikern – gerade auch im Wahlkampf – deutlich zu verstehen zu geben, dass wir von ihnen in der Klimapolitik endlich Taten erwarten.“

 

Die KAÖ tritt seit längerem für eine ökosoziale Steuerreform ein. Mit einer gezielten Besteuerung von Energie, die aus fossilen Brennstoffen kommt, würden diese Energieformen teurer werden. Durch einen "Öko-Bonus" soll gleichzeitig ein Ausgleich in der Form erfolgen, dass Familien und Geringverdiener nicht zusätzlich belastet werden; diese Gruppen verbrauchen in der Regel auch weniger Energie. Laut diesem Modell würden nur jene, die viel Energie verbrauchen mehr Abgaben zahlen.  „In den Steuerreformplänen der letzten Regierung war leider davon nichts zu finden. Ich hoffe sehr, dass im Programm einer künftigen Regierung effiziente klimapolitische Maßnahmen enthalten sind.

 

Unterstützung für Klimavolksbegehren

 

Der Ruf nach einer ökosozialen Steuerreform ist auch eine der Forderungen des Klimavolksbegehrens, das am Montag dieser Woche vorgestellt wurde. Die Katholische Aktion unterstützt dieses Volksbegehren. Zu den weiteren Forderungen zählt die Aufnahme des Zieles des Klimaschutzes in die Verfassung – das würde bedeuten, dass dieses Ziel in Zukunft bei allen Gesetzen und Verordnungen mitberücksichtigt werden muss.

 

Weiter wird verlangt, dass Österreich die Freisetzung klimaschädlicher Treibhausgase bis 2030 mindestens halbieren und bis 2040 klimaneutral werden soll; ein verbindliches CO2-Gesetz muss die nötigen Rahmenbedingungen für Bund, Länder, Gemeinden und Sektoren schaffen. Vierte Forderung des Klimavolksbegehrens ist, Verkehr und Energie nachhaltig zu machen – durch Ausbau des öffentlichen Verkehrs, klimafreundliche Fortbewegungsmittel und Investition in regionale erneuerbare Energieformen.

 

„Für uns als Christen kann ein sorgfältiger Umgang mit Gottes Schöpfung kein ‚Randthema‘ sein. Hier geht es um unsere Verantwortung für uns selbst, unsere Mitmenschen, unsere Kinder und Enkel und die gesamte Mitwelt. Da die Klimaziele nicht allein durch individuelle Anstrengungen erreicht werden können, müssen wir von den Politikern fordern, dass sie entsprechende Rahmenbedingungen schaffen“, so KAÖ-Präsident Wimmer.

Kalender
22
Nov.

„Das Klima ist ein gemeinschaftliches Gut von allen und für alle.“
(Papst Franziskus, Laudato si‘, 23)

 

Seit Jahrzehnten liegen die wissenschaftlichen Fakten vor. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, das österreichische Parlament hat im September 2019 den Klimanotstand (Climate Emergency) ausgerufen. Aber werden daraus konkrete Gesetze zur Eindämmung der Klima- und Umweltkrise und ihrer schwerwiegenden Auswirkungen folgen?

mehr
Katholische Aktion
Österreich

A-1010 Wien, Spiegelgasse 3/2/6
T: +43.1.51 611-1600
E: office@kaoe.at
http://www.kaoe.at/